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Teil ZWEI: In Krypto investieren – Kryptowährungen kaufen und investieren für Anfänger

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Willkommen zurück! Schön, dass du auch beim zweiten Teil dabei bist!

Im ersten Teil hast du gesehen, wie ich meine ersten Coins gekauft habe, wie ein Anfänger-Portfolio aussehen kann und warum ein klares Risikoprofil so wichtig ist.

Heute gehen wir einen Schritt weiter: Es geht nicht mehr nur ums Kaufen, sondern darum in Kryptowährungen zu investieren – und zwar mit Strategie, Know-How und langfristigem Denken. Denn Krypto ist kein Sprint, sondern eher ein Marathon.

Lynn sitzt in ihrem Arbeitszimmer und schaut mit ihrem Dinofreund einen Online-Kurs zum Thema "Krypto-Strategien".

🧠 In Krypto investieren mit Strategie

Als ich meine ersten Kryptowährungen gekauft habe, dachte ich: „Schön, jetzt bin ich investiert und nun?“ Ich wusste: Krypto kaufen ist das eine, in Krypto investieren aber etwas ganz anderes. Es reicht nicht, einfach nur ein paar Coins im Wallet liegen zu haben und auf das Beste zu hoffen. Ohne Strategie fühlt es sich schnell so an, als würde man am Steuer eines Wagens sitzen, ohne je Autofahren gelernt zu haben.

Die Frage war nur, wie entwickelt man denn so eine Strategie? Hier kam meine Community wieder ins Spiel, die mir direkt ein paar grundlegende Bausteine nennen konnte, die wirklich jeder kennen sollte:

HODL vs. Trading

„HODL“ – also Coins langfristig halten – ist wahrscheinlich die bekannteste Strategie. Die Idee: Du kaufst Coins, von deren Zukunft du überzeugt bist, und lässt dich nicht von kurzfristigen Schwankungen verrückt machen. Gerade Blue Chips wie Bitcoin oder Ethereum eignen sich dafür.

Trading ist das Gegenteil: Hier geht es darum, kurzfristig auf Kursbewegungen zu reagieren: kaufen, verkaufen, Gewinne mitnehmen. Klingt spannend, für Anfänger bedeutet das aber oft Stress und Verluste. Ich konnte ziemlich schnell sagen, dass Trading nichts für mich ist – zu zeitaufwendig, zu nervenaufreibend.

Dollar-Cost-Averaging (DCA)

Eine meiner Lieblingsstrategien ist Dollar-Cost-Averaging (Durchschnittskosteneffekt), also das regelmäßige Kaufen kleiner Beträge. Anstatt auf den „perfekten“ Zeitpunkt zu warten, kaufst du beispielsweise jeden Monat für 100 € Bitcoin. Das glättet die Schwankungen und nimmt dir die Angst, den falschen Moment erwischt zu haben.

Diversifikation

Ein weiterer Punkt ist Diversifikation. Falls du dich schon mal mit ETFs beschäftigt hast, sagt dir der Begriff bestimmt etwas. Genauso wie an der Aktien-Börse, sollte man auch beim Krypto-Investment nicht alles auf eine Karte bzw. in einen Coin setzen. Auch wenn man überzeugt ist, dass Solana oder Ethereum „to the moon“ gehen, bleibt ein Restrisiko. Durch die Verteilung auf verschiedene Coin-Kategorien (Blue Chips, Mid Caps, High Risk) senkt man dieses Risiko deutlich.

Persönliche Lernkurve

Wie du aus Teil 1 weißt, habe ich für mich festgestellt, dass ich mit einem Mix ganz gut fahre: Ein Teil meines Portfolios bleibt langfristig unangetastet (HODL), ein kleinerer Teil wird aktiv bewegt, wenn sich Gelegenheiten ergeben.

Unterschied zur Aktien-Börse

Auch, wenn sich das eine oder andere ähnelt, wer von ETFs oder Aktien „kommt“, muss sich bewusst machen: Krypto tickt anders. Es gibt keine Dividenden oder Ausschüttungen, dein Gewinn entsteht allein durch Kurssteigerungen, naja oder eben Verluste. Außerdem ist der Markt 24/7 offen. Du kannst also nachts um drei deine Coins verkaufen … solltest du aber nicht unbedingt.

Fakt ist aber, man muss bei Krypto aktiv verkaufen, um Gewinne zu realisieren. Bei Aktien oder ETFs geht Beides: Du kannst eine Aktie verkaufen, wenn sie im Plus ist oder du hältst die Aktie und bekommst regelmäßig von der Firma dieser Aktie Dividenden ausbezahlt.

Ein weiterer großer Unterschied zur Aktien-Börse ist mir erst mit der Zeit klar geworden: In der Krypto-Welt kann man nicht nur Euro in Coins tauschen, sondern auch Coins untereinander. Zum Beispiel Ethereum gegen Solana. Das eröffnet nochmal ganz neue Möglichkeiten, aber auch Risiken, wenn man unüberlegt handelt.

📊 🪙Kryptowährungen bewerten – worauf es wirklich ankommt

Bevor man in einen Coin investiert, sollte man sich fragen: Warum möchte ich eigentlich in genau diese Kryptowährung investieren?
Der Krypto-Markt ist riesig geworden. Neben den „großen Namen“ wie Bitcoin und Ethereum gibt es mittlerweile über 10.000 verschiedene Coins. Aber wie entscheidet man, welche Projekte wirklich Zukunft haben und welche eher heiße Luft sind? Genau hier kommt die Krypto-Analyse ins Spiel. Sie hilft dir dabei, den Unterschied zwischen Preis, Wert und Potenzial zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Trotz existierender Leitfäden ist es dennoch nicht einfach ein Projekt umfassend zu analysieren. Nova City Crypto (NCC) bietet in Zusammenarbeit mit der Orbis Academy auch hier Hilfestellung in Form von fundierten Analysen, die bei der Einschätzung eines Coins Orientierung geben. Die Betonung liegt auf Orientierung – wie immer gilt auch innerhalb der NCC-Community: DYOR!

Lynn steht vor einem Whiteboard mit einem Stift in der Hand und hat 9 Kriterien für eine Coin-Bewertung aufgeschrieben. Ihr kleiner Dino-Freund schaut aufgeregt zum Betrachter

Damit du dir aber schon mal ein grobes Bild machen kannst, möchte ich dir im Folgenden ein paar Kriterien nennen, die bei der Bewertung von Coins helfen können:

  • Preis & Wert: Wie ist das Verhältnis von Angebot und Nachfrage?
  • Use Case: Welches Problem wird gelöst?
  • Analyse des Bereichs und ähnlicher Projekte: Wie stark ist die Konkurrenz im gleichen Marktsegment?
  • Roadmap: Werden die geplanten Meilensteine erreicht?
  • Technologie & Produkte prüfen: Ist die Blockchain sicher, dezentral und skalierbar?
  • Tokenomics: Wie ist die maximale Anzahl an Coins geregelt?
  • Team: Haben die Gründer und Entwickler nachweisbare Erfahrung?
  • Community & Netzwerkdaten: Gibt es eine aktive und wachsende Nutzerbasis?
  • Marktlage: Befindet sich der Gesamtmarkt in einem Auf- oder Abwärtstrend?


Natürlich ist das keine Garantie, dass ein Projekt erfolgreich wird, aber es erhöht die Chancen, die Spreu vom Weizen zu trennen.

1. Preis & Wert

Der Preis einer Kryptowährung entsteht durch Angebot und Nachfrage. Die Marktkapitalisierung zeigt, wie viel Kapital aktuell im Netzwerk steckt. Der Wert hingegen berücksichtigt Faktoren, die der Marktpreis noch nicht abbildet. So kannst du erkennen, ob eine Kryptowährung über- oder unterbewertet ist.

2. Use Case prüfen

Welche Probleme löst das Projekt? Nicht jede Blockchain muss ein Geldnetzwerk sein. Analysiere, ob die Lösung wirklich einen Nutzen bietet und ob die Blockchain-Technologie notwendig ist. Ein klar definierter Anwendungsfall zeigt, ob das Projekt langfristig relevant sein kann.

3. Analyse des Bereichs & Konkurrenz

Prüfe ähnliche Projekte im gleichen Marktsegment. Wie stark ist die Konkurrenz? Gibt es Mitbewerber mit besseren Lösungen oder größerem Netzwerkeffekt? Dieses Benchmarking hilft einzuschätzen, wie realistisch die Erfolgsaussichten des Projekts sind.

4. Roadmap

Die Roadmap zeigt die geplanten Meilensteine des Projekts. Prüfe, ob bisherige Ziele erreicht wurden und ob zukünftige Pläne realistisch erscheinen. Projekte, die ihre Roadmap konsequent umsetzen, haben eine höhere Chance auf Erfolg.

5. Technologie & Produkte

Die technische Basis ist entscheidend: Ist die Blockchain dezentral, sicher und skalierbar? Prüfe Whitepaper, Audits und Layer-2-Lösungen. Hohe Sicherheit und Dezentralität sind wichtiger als maximale Transaktionsgeschwindigkeit – diese lässt sich mit Layer-2-Ansätzen nachrüsten.

6. Tokenomics

Tokenomics beschreibt die ökonomische Struktur des Tokens: maximale Anzahl, Umlauf, Inflation, Utility. Prüfe, wie Token verteilt werden und ob Vesting-Klauseln Verkaufsdruck mindern. Ein Token mit klarer Funktion im Ökosystem bietet langfristiges Potenzial, z. B. durch Staking oder Governance.

7. Team

Ein starkes Team ist entscheidend für die Umsetzung der Vision. Prüfe Gründer, Entwickler und ihre bisherigen Erfolge. Auch die finanzielle Unterstützung durch Investoren und Kooperationen mit Unternehmen sind Indikatoren für Glaubwürdigkeit und Erfolgschancen.

8. Community & Netzwerkdaten

Eine aktive, wachsende Community ist ein starkes Signal für nachhaltiges Interesse. Wichtige Kennzahlen sind Total Value Locked (TVL), Transaktionsvolumen, NVT-Ratio und Anzahl aktiver Adressen. Auch die Anzahl der Entwickler, die das Projekt weiterentwickeln, ist relevant.

9. Marktlage

Der Krypto-Markt ist stark zyklisch. Bitcoin als Leitwährung beeinflusst alle anderen Kryptowährungen. Prüfe, ob sich der Gesamtmarkt in einem Auf- oder Abwärtstrend befindet, sowie makroökonomische Faktoren wie Geldpolitik und Liquidität. Auch Narrative und Trends einzelner Sektoren spielen eine Rolle.

👉 Eine gute Analyse besteht aus mehreren Bausteinen: Vision, Technologie, Tokenomics, Team, Daten und Marktumfeld. Niemand kann die Zukunft perfekt vorhersagen, aber mit diesem Handwerkszeug und einer starken Community im Rücken kannst du Projekte deutlich besser einschätzen. Damit bleibst du im Krypto-Markt nicht nur Zuschauer, sondern entwickelst nach und nach dein eigenes Gespür dafür, welche Projekte wirklich Zukunft haben könnten.

💰Rest-Cash & langfristige Coins: So lässt sich Krypto sinnvoll parken

Wie im ersten Teil dieser Serie bereits erwähnt, ist es super wichtig, von dem Betrag, den man in Krypto investieren möchte, eine Cash-Reserve beiseite zu legen, um in günstigen Momenten nachzukaufen. Aber was mache ich eigentlich mit dem Geld, das ich nicht sofort investiere? Oder mit den Coins, die ich langfristig halten will?
Einfach alles in der EUR-Wallet liegen lassen? Oder gibt es clevere Wege, das „Parken“ produktiver zu gestalten?

Die Antwort: Ja, es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit Rest-Cash oder langfristig angelegten Coins umzugehen. Jede Option hat dabei ihre eigenen Chancen und Risiken. Im dritten Teil der Serie gehe ich intensiver auf die Möglichkeiten ein, aber hier gibt es schon einmal einen kurzen Überblick:

🔹 1. Stablecoins

  • Beispiele: USDT (Tether), USDC (Circle), DAI (MakerDAO)
  • Vorteil: Wert bleibt (theoretisch) stabil an den US-Dollar gebunden.
  • Einsatz: Liquidität halten, schnell in Coins umschichten, teilweise Zinsen durch Lending oder Staking.
    ⚠️ Risiko: Stablecoins sind nicht 100 % risikofrei → Emittentenrisiko, Regulierung usw.

🔹 2. Staking

  • Klassisch: Proof-of-Stake-Coins wie Ethereum, Solana, Cardano.
  • Du „sperrst“ deine Coins im Netzwerk und erhältst Belohnungen (z. B. 3–8 % p. a.).
  • Vorteil: Passive Erträge, ähnlich wie Zinsen.
  • Risiko: Kursverluste der Coins können die Rewards übersteigen.

🔹 3. Fiat in der Börsen-Wallet

  • Manche Plattformen (z. B. crypto.com) lassen EUR/USD in der App liegen, ohne sofort in Stablecoins zu wechseln.
  • Vorteil: Einfachheit, kein Wechselkursrisiko (im Gegensatz zu Stablecoins).
  • Risiko: Liegt zentral bei der Börse – kein Einlagenschutz wie bei Banken.

🔹 4. Lending / DeFi-Yield

  • Man kann Coins oder Stablecoins „verleihen“ (CeFi-Plattformen oder DeFi-Protokolle wie Aave, Compound).
  • Vorteil: Zusätzliche Zinsen (teilweise 5–10 %).
  • Risiko: Smart-Contract-Hacks, Ausfallrisiko von Plattformen.

🔹 5. Liquidity Mining / Yield Farming

  • Bereitstellung von Liquidität für DeFi-Börsen (z. B. Uniswap, PancakeSwap).
  • Belohnungen in Form von Gebühren oder zusätzlichen Tokens.
  • Vorteil: Potenziell sehr hohe Renditen.
  • Risiko: Komplex, hoher Schwankungs- und „Impermanent Loss“-Risiko.


Wenn man also Cash innerhalb der Krypto-Welt parken möchte, dann sind Stablecoins die gängigste und sinnvollste Lösung. Hat man Coins, die langfristig gehalten werden sollen, ist
Staking in vielen Fällen eine gute Wahl – man muss allerdings den Zeitraum gut timen.
Fiat-Geld in der Börsen-Wallet zu lassen, ist die einfachste, aber unsicherste Variante.
Darüber hinaus gibt’s die riskanteren Möglichkeiten, wie z. B. Lending oder Yield Farming, die sich daher eher für Fortgeschrittene eignen.

👛 Aufbewahrung von Coins

Der Dino steht mit seinen Krypto-Coins im Gepäck vor einer Weggabelung - auf der linken Seite ist die Krypto-Börse, auf der rechten die Wallet. Über ihm schweben Fragezeichen

In den vorangegangenen Blogbeiträgen habe ich schon angedeutet: Coins auf der Börse zu lassen, ist bequem, aber nicht unbedingt sicher. Du hast sie zwar in deinem Account, aber streng genommen hält die Börse die Schlüssel, nicht du.

Deshalb habe ich ziemlich früh angefangen, mich mit Wallets zu beschäftigen. Kurz zur Erinnerung:

  • Hot Wallets (z. B. App-Wallets wie MetaMask oder die Crypto.com DeFi Wallet) sind direkt mit dem Internet verbunden, praktisch, aber etwas unsicherer.
  • Cold Wallets (z. B. Ledger, Trezor) sind Hardware-Geräte, die offline funktionieren – und daher deutlich sicherer.


Bisher habe ich meine Coins noch auf der Börse gelagert, möchte mich aber in der nächsten Zeit intensiver mit Cold Wallets beschäftigen, um meine Coins (oder einen Teil davon) dorthin zu transferieren.

Coins auf externer Wallet – und was dann?

Viele fragen sich: „Wenn ich meine Coins von der Börse runterziehe und in eine externe Wallet wie MetaMask oder Ledger packe – passiert dann noch etwas mit dem Wert?“

Die Antwort ist: Ja, klar!
Denn der Wert deiner Coins hängt nicht davon ab, ob sie bei crypto.com, MetaMask oder auf einem Ledger liegen. Er hängt ausschließlich vom Marktpreis ab, der auf den Börsen weltweit gebildet wird.

Das heißt:

  • Wenn der Bitcoin-Kurs steigt, steigt auch der Wert deines Bitcoins in deiner externen Wallet.
  • Du musst also nicht an der Börse bleiben, um Wertsteigerungen mitzunehmen. Genau wie bei Gold oder einer Uhr, die im Tresor liegt – deren Wert entwickelt sich unabhängig davon, wo du sie aufbewahrst.


Und wie funktioniert das Verkaufen bei Coins, die auf externen Wallets liegen?

Wenn du deine Coins wieder verkaufen möchtest, läuft es so:

  1. Übertrag von externer Wallet zur Börse
    • Du schickst deine Coins von MetaMask oder deinem Ledger zurück an eine Börse (z. B. Crypto.com, Binance, Coinbase).
    • Dort erhältst du eine Empfangsadresse für den jeweiligen Coin, an die du die Coins transferierst.
  2. Verkauf gegen Fiat oder Stablecoin
    • Sobald die Coins angekommen sind, kannst du sie wie gewohnt gegen Euro, USDT oder eine andere Währung verkaufen.
  3. Auszahlung
    • Danach überweist du das Geld zurück auf dein Bankkonto – oder nutzt es direkt für neue Käufe.


Unterschied zu ETFs oder Aktien:

Bei klassischen Wertpapieren musst du dein Depot über die Bank oder den Broker laufen lassen. Du kannst deine Aktien nicht einfach „in den eigenen Tresor legen“. Bei Krypto geht das – du kannst deine Coins komplett selbst verwahren und hast trotzdem die volle Wertentwicklung. Das ist einer der größten Unterschiede und für viele auch einer von vielen Gründen, warum Krypto so faszinierend ist – du kannst die Kontrolle haben (wenn du möchtest). 😉

Performance im Blick behalten – auch außerhalb von crypto.com & Co.

Sobald die Coins auf einer externen Wallet wie MetaMask oder Ledger liegen, verschwinden sie aus der Übersicht in der crypto.com App. Das heißt aber nicht, dass man seine Performance nicht mehr verfolgen kann, man muss sich nur anderer Tools bedienen:

  • Blockpit oder CoinTracking: Diese Apps lassen sich mit der eigenen Wallet-Adresse verknüpfen. Sie lesen die Daten direkt von der Blockchain aus und zeigen übersichtlich, wie sich die Bestände entwickeln. Blockpit hat außerdem den Vorteil, dass es Steuerberichte für Krypto erstellt – superpraktisch, wenn man später Gewinne realisiert.
  • Manuelle Portfolio-Tracker wie Delta oder Accointing: Hier kann man Käufe und Transfers eintragen und sich so eine eigene Übersicht bauen.
  • Blockchain-Explorer wie etherscan.io oder solscan.io: Sehr technisch, aber extrem zuverlässig. Hier sieht man jede Transaktion schwarz auf weiß.

🔎 Performance & Wallet richtig lesen

Screenshot crypto.com Performance in der crypto.com-App richtig lesen. Beispipel-Coins: Solana und Cronos

Was mir am Anfang geholfen hat: Meine Bestände nicht nur zu kaufen, sondern auch richtig zu verstehen.

Auf Plattformen wie crypto.com kannst du jederzeit sehen:

  • Welche Coins du hältst,
  • wie viel sie aktuell wert sind oder
  • wie sich die Performance entwickelt hat.


Und weil mich die Zahlen am Anfang etwas verwirrt haben, möchte ich es dir einfacher machen und zeige dir nachfolgend anhand eines Beispiel-Kontos, wie man die Performance auf crypto.com richtig „liest“.

Gesamtübersicht (“Krypto ALL Gewinn & Verlust”)

  • +139,07 € (grün) → Das ist der Gesamtgewinn deines Portfolios seit dem Startzeitraum, also du hast bisher 139,07 € mehr als dein eingesetztes Geld.
  • 15,96 % (grün) → Das ist die prozentuale Gesamtrendite, also dein Portfolio ist seit dem Startzeitraum um 15,96 % gestiegen.
  • 15.08.2025 – 12.09.2025 (grau) → Das ist der Zeitraum, auf den sich die Performance bezieht. In diesem Fall etwa ein Monat.

Das Diagramm

  • Das Diagramm zeigt, wie dein Portfolio innerhalb des gewählten Zeitraums schwankte.
  • +4,26 % (oben) → Höchster Punkt während dieses Zeitraums. Dein Portfolio war zeitweise 4,26 % höher als der Startwert.
  • -1,68 % (unten) → Tiefster Punkt während dieses Zeitraums. Dein Portfolio war zeitweise 1,68 % niedriger als der Startwert.
  • Die Linie zeigt also die Schwankungen innerhalb des Monats.


Button “ALL”

  • „ALL“ bezieht sich hier auf den Zeitraum, also dass die Performance für den gesamten gewählten Zeitraum angezeigt wird, z. B. 1 Woche, 1 Monat, 6 Monate usw.
  • Alle Coins werden immer zusammen angezeigt, egal welchen Zeitraum du auswählst.
  • Wenn du z. B. „6M“ auswählst, zeigt dir das Dashboard die Performance deines gesamten Portfolios über die letzten 6 Monate.
  • Das Diagramm und die Prozentzahlen ändern sich dann entsprechend, aber die aufgelisteten Coins (Cronos, Solana etc.) bleiben dieselben.


Einzelne Coins

Cronos

  • +18,60 € (grün) → Dein Gewinn aus Cronos seit dem Startzeitraum.
  • +30,71 % (grün) → Die prozentuale Steigerung deines Cronos-Investments.


Solana

  • +120,47 € (grün) → Dein Gewinn aus Solana seit dem Startzeitraum.
  • +42,11 % (grün) → Die prozentuale Steigerung deines Solana-Investments.


Auch, wenn du deine Coins auf der Börse liegen hast, eignen sich Tools wie Blockpit sehr gut dazu, die Performance deines Portfolios zu tracken – und das über verschiedene Börsen und Wallets hinweg. Das ist nicht nur praktisch, um den Überblick zu behalten, sondern auch Gold wert, wenn es um das Thema Steuern geht

🗓️ Verkaufs-Fahrplan & Tracking-Tools als Unterstützung

Unabhängig von dem Ort, wo du deine Coins nun letztendlich lagerst, ist ein häufiger Fehler, den viele machen: Gewinne einfach „liegen lassen“ bis sie plötzlich wieder weg sind. Deswegen arbeite ich inzwischen mit einer Strategie bzw. einem Fahrplan für Gewinnmitnahmen. Ganz grob könnte der so aussehen:

  • Bei +100 % den ursprünglichen Einsatz rausnehmen
  • Weitere Gewinne schrittweise realisieren (z. B. bei +200 %, +300 %)
  • Einen Rest langfristig halten (HODL)

 
Mit Tools wie Blockpit kannst du übrigens genau sehen, wann und wie du gekauft hast – und ob sich ein Verkauf lohnt. Außerdem hast du automatisch eine saubere Steuerdokumentation.

👉 Nova City Crypto unterstützt nicht nur mit Expertenwissen rund um Steuern, sondern auch mit Analysen aus der ORBIS Academy. Dort werden Projekte durchleuchtet und bewertet (es gibt sogar neuerdings einen richtig guten Indikator, der dir hilft den Markt besser zu bewerten) – eine super Orientierung, wenn man überlegt, ob und wann sich Gewinne realisieren lassen.

📝 🔮 Fazit & Ausblick: Krypto-Portfolio managen

Krypto kaufen ist aufregend, aber das ist, wie wir jetzt gesehen haben, nur der Anfang. In Krypto zu investieren heißt: Strategie entwickeln, Risiken managen, Gewinne planen und vor allem: Geduldig bleiben.

Für mich war die wichtigste Erkenntnis bisher: Wissen und ein klarer Plan sind entscheidend. Und das Schöne ist: Jeder kann anfangen. Man muss nicht alles sofort perfekt machen – Schritt für Schritt reicht völlig.

Der nächste Beitrag wird Teil drei und damit der letzte Part dieser Serie sein. Hier schauen wir uns genauer an, wie man Cash im Krypto-Portfolio sinnvoll managen kann – Stichwort „Stablecoins, Staking und DeFi“. So wird Cash im Krypto-Bereich zu einem aktiven Teil deiner Strategie statt „totes Kapital“.

Ich freue mich über deine Gedanken zum Thema! Schreib sie gerne in die Kommentare! 🤓

Bis bald,
deine Lynn

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Er stellt keine Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung dar und ist keine Kauf- oder Investitionsempfehlung. Kryptowährungen sind mit Risiken verbunden. Jede Entscheidung triffst du eigenverantwortlich.

Im Krypto-Space sagt man oft “DYOR” („Do Your Own Research“). Das bedeutet: Informiere dich immer selbst gründlich, bevor du in Krypto investierst oder eine Entscheidung triffst.

Du möchtest mehr erfahren?

Falls du den ersten Teil dieser Serie verpasst hast, hier geht’s zum letzten Blogartikel:

👉 Teil EINS: Kryptowährungen kaufen und investieren für Anfänger – Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

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6 Antworten

  1. Tolle Erklärung für den Einstieg!
    Ihr nehmt das Thema Schritt für Schritt an, sodass auch Neulinge verstehen, worauf es beim Kauf und Investieren in Kryptowährungen ankommt. Besonders gefällt mir, dass ihr die Sicherheit (z. B. Wallet, Exchanges) explizit thematisiert und die Komplexität nicht verschleiert.
    Freue mich schon auf Teil III und weitere Inhalte!

  2. Hi Lynn,
    wow, was für ein starker Beitrag – richtig fundiert und wieder super lesbar!
    Ich mag besonders, wie du komplexe Themen wie HODL vs. Trading, DCA und Tokenomics so klar strukturierst, dass man sofort den roten Faden erkennt. Deine Beispiele machen die Theorie greifbar, selbst wenn man gerade erst in Krypto einsteigt.
    Auch die vielen praktischen Tipps rund um Wallets, Performance-Tracking und Gewinnmitnahmen sind Gold wert. Gerade der Vergleich zu Aktien und ETFs zeigt schön, wie eigenständig der Kryptomarkt tickt, ohne dass es kompliziert wird.
    Danke, dass du dein Wissen so offen teilst – das motiviert, sich tiefer einzuarbeiten und die eigene Strategie zu schärfen. Freue mich schon jetzt auf den nächsten Teil und deine Ideen zum Cash-Management!

    1. Danke dir für dieses Feedback!
      Freut mich total, dass die Struktur für dich gut funktioniert hat und die Beispiele das Ganze greifbarer machen. Genau das war das Ziel… die Themen so aufzubereiten, dass man sie wirklich im eigenen Kontext anwenden kann. Ich hoffe, der Teil zum Cash-Management sagt dir ebenfalls zu 🙂
      Danke dass du so aktiv mitliest!

  3. Hey Lynn,

    ich hab deinen zweiten Teil total gerne gelesen! Deine Art zu schreiben ist super persönlich, ehrlich und gleichzeitig verständlich – genau das macht es so angenehm, dir zu folgen. Es fühlt sich an, als würdest du deine Leser:innen direkt mit an die Hand nehmen und Schritt für Schritt in die Welt von Krypto begleiten.

    Besonders gut hat mir gefallen, wie du den Unterschied zwischen Kaufen und Investieren erklärst. Dieses Bild vom Autofahren ohne Fahrschule passt perfekt und macht sofort klar, warum eine Strategie wichtig ist. Auch deine Beispiele, wie beim DCA mit 100 € pro Monat, sind so greifbar, dass man direkt versteht, worum es geht.

    Dass du deine eigene Lernkurve teilst, macht den Text richtig authentisch. Man spürt, dass du nicht nur Theorie vermittelst, sondern auch selbst Erfahrungen machst – mit Höhen und Tiefen. Gerade dieser persönliche Einblick ist es, was den Beitrag so spannend macht.

    Und der Teil mit dem Vergleich zur Aktien-Börse ist richtig hilfreich. Viele, die neu in Krypto sind, kommen ja von dort – da ist es klasse, dass du die Unterschiede so klar und einfach darstellst.

    Alles in allem: Ein richtig runder, motivierender Beitrag, der Lust auf mehr macht und deine Community bestimmt inspiriert dran zu bleiben.

    1. Danke dir für das Feedback!
      Freut mich wirklich zu lesen, dass der Beitrag für dich verständlich und nachvollziehbar war. Ich hoffe, es wird dem einen oder anderen beim Einstieg in die Krypto-Welt helfen!

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